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Jury

Wer wird nominiert werden, wer wird gewinnen? Eine äußerst schwierige Entscheidung, das sahen wir schon kommen! Wir überließen sie daher unserer prominenten Wettbewerbsjury mit viel Fachwissen und ebenso viel Sympathie für alle eingereichten Werke. Hier können Sie die Mitglieder der Jury kennenlernen.


Prof. Susanne Lorenz. Foto: privat

SUSANNE LORENZ

Prof. Susanne Lorenz ist Bildende Künstlerin und seit 2010 Professorin für Bildende Kunst an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Zusammen mit AMP Arquitectos und Gil Wilk entwarf sie im Rahmen der Ausstellung con_con das Badeschiff – das berühmte schwimmende Schwimmbad, das seit 2004 im Berliner Osthafen betrieben wird. Vor ihrer Tätigkeit an der UdK lehrte Susanne Lorenz an verschiedenen Hochschulen u.a. an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und am Art Institute of Chicago. Als Künstlerin gewann sie zahlreiche Preise und Stipendien, und ihre Objekte, Skulpturen, Fotoarbeiten und Zeichnungen sind in Galerie- und Museumsausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Wie können wir Aktualität in Kulturgeschichte und Naturwissenschaft, in Gesellschaft, Architektur und Landschaft spiegeln? So fragt Susanne Lorenz in ihrer Kunst – und ob sie nun Wechselrahmen, Zielscheiben und Laufbahnen „im Wortsinn“ kreiert oder Hurricanes aus Hosenstoff: Immer wieder bietet sie den Betrachtern neue Perspektiven auf diese Frage.
Hier erfahren Sie noch mehr: http://www.komat.de/susanne-lorenz/ und https://www.udk-berlin.de/personen/detailansicht/person/susanne-lorenz/

Herzlich willkommen in der Jury!


Ihre Tätigkeit in der Jury von "Ganz plastisch." begründet Susanne Lorenz so: „Plastisches Arbeiten ist ein Prozess der Veränderung von Materie. Das kann so kreativ wie selbstverständlich sein, Material und Dinge kommen in Bewegung und das Denken in den Fluss. Im Prozess kann es dann fließen wie Wasser oder fest werden wie ein Berg. Im Fluss sein und: Berge formen wie bewegen – das können und brauchen wir alle. Und es ist gesellschaftlich notwendig. Ich freue mich, dass ich diesen Willen hier im Wettbewerb so nah und stark spüren kann.“


Prof. Dr. Andreas Fröhlich. Foto: privat

ANDREAS FRÖHLICH

Prof. Dr. Andreas Fröhlich lehrte bis 2007 als Pädagoge an verschiedenen Hochschulen, u.a. am Institut für Sonderpädagogik der Universität in Landau/Pfalz, an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg und an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Die Frage: „Wie gelingt Kommunikation unter erschwerten Bedingungen?“ stand immer im Zentrum seiner Tätigkeit, bekannt ist er als Erforscher und Erfinder von „Basaler Stimulation“ und „Primärer Kommunikation“: Konzepte, die uns gelehrt haben, die Ausdruckskraft und Kreativität von Menschen mit schwerer Behinderung wahrzunehmen. Philosophische Fragestellungen durchziehen sein Werk, und die Kreativität hat ihn auch selbst gepackt: Andreas Fröhlich ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Künstler – einer, der so elementare Themen wie Schmerz, Kopf, Eisen oder Tod in überraschende Objekte und Skulpturen übersetzt. Kommunikation ist mehr als das gesprochene und geschriebene Wort und viel mehr als bloße Informations-Vermittlung: Das ist die Kernthese von Andreas Fröhlichs vielschichtiger Arbeit. Mit ihm haben wir daher einen Experten gewonnen, der ebenso umsichtig wie neugierig auf die Werke unserer Wettbewerbsteilnehmer zugehen wird.
                                                                                             Hier erfahren Sie noch mehr: http://www.andreas-fröhlich.eu/

                                                                                             Herzlich willkommen in der Jury!

Seine Tätigkeit in der Jury von "Ganz plastisch." begründet Andreas Fröhlich so: „Partizipation am kulturellen Erbe der Menschheit, das ist mir wichtig. Partizipieren heisst auch, seinen Teil dazu geben. GANZ PLASTISCH trägt zum kulturellen Erbe bei. Das unterstütze ich voller Überzeugung."


Julia Krause-Harder. Foto: Sabine Presuhn / Stadthaus Ulm

JULIA KRAUSE-HARDER

Julia Krause-Harder wurde 1973 in Kronberg im Taunus geboren und arbeitet seit 2009 im Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. Seit 2011 erschafft sie lebensgroße Saurier aus gefundenen oder unbrauchbar gewordenen Dingen und Baumarktmaterialien wie Eisenwaren und Kabelbindern. Diesen Skulpturen gehen keine Studien oder Entwürfe voraus, vielmehr entstehen sie in einem speziellen Prozess materialbezogener Strategien. Trotz der Unterschiedlichkeit der verwendeten Einzelteile aus Kunststoff, Metall, Papier, Holz oder Textilien verleiht Krause-Harder ihren Sauriern stets eine naturhafte Anatomie. Seit einigen Jahren arbeitet sie darüber hinaus an vielschichtigen Textilgemälden, in denen der collageartige Einsatz von unterschiedlichen Texturen und Garn eine zentrale Rolle spielt. So entsteht aktuell eine gigantische Weltkarte, die sie für eine raumgreifende Installation konzipiert.
Hier erfahren Sie noch mehr: http://www.atelier-goldstein.de/kuenstler/krausehader/arbeiten.html

Herzlich willkommen in der Jury!

Ihre Tätigkeit in der Jury von "Ganz plastisch." begründet Julia Krause-Harder so: „Es ist schön, dass ich als Jurymitglied einmal selbst in der Lage bin, künstlerische Arbeiten von anderen Menschen zu bewerten.“


Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann. Foto: privat

KARL-ERNST ACKERMANN

Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann lehrte bis zu seiner Emeritierung 2011 am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist im Vorstand der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft zur Förderung der Forschung für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. aktiv.

„Alle Menschen haben Anspruch auf Bildung und lebenslanges Lernen.“ Doch welche gesellschaftlichen Bedingungen, welche Haltungen und welche Ideen brauchen wir, damit dieses Recht auch für Menschen mit geistiger Behinderung praktisch wirksam wird? Prof. Ackermann ist Experte für diese Frage, sie lässt ihn bis heute nicht los - und immer neue Wege gehen. Kreativität und Kunst sind dabei ganz natürliche Begleiterinnen:

Herzlich willkommen in der Jury!


Seine Tätigkeit in der Jury von "Ganz plastisch." begründet Karl-Ernst Ackermann so: „Ich wirke gerne in der Jury mit, weil ich mich über die vielen ‚plastischen Teilgaben‘ freue, die zur handfesten Teilhabe beitragen werden!“


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